Osmoseanlage für’s Büro: Sinnvoll oder überflüssig?

Wenn man selbst Trinkwasser für den eigenen Gebrauch herstellen möchte, ist eine Möglichkeit, der Einsatz einer Osomoseanlage. Bei dem Einsatz einer solchen Anlage gelangen durch die feinporige und nur halbdurchlässige Membrane der Anlage fast ausschließlich nur die Moleküle des Wassers, während andere Bestandteile, wie Schwermetalle, Chlor oder andere Umweltgifte hier nicht durchkommen und mit Hilfe eines Rückspülungssysteme wieder in den Abfluss geleitet werden. Somit steht einem dann ein gesundes und von anderen Bestandteilen befreites Trinkwasser zur Verfügung.

Vor- und Nachteile Osmoseanlagen

Die Vorteile

Sauberes und reines Trinkwasser

Aufgrund der in der Anlage eingebauten Membrane ist es für andere Wasserbestande, außer den Wassermolekülen, nicht möglich, daran durchzukommen. Dieses Verfahren wird auch vom US-Militär und der NASA in den Einsätzen, wo das Wasser verschmutzt ist, verwendet. Dabei liegt die Abweisung von Stoffen, wie Viren, Bakterien, Chlor oder Medikamentenrückstände oberhalb von 95 Prozent.

Wenig Energieverbrauch

Damit eine solche Anlage in Betrieb genommen werden kann, reicht der durch das Leitungswasser vorhandene Druck aus. Nur wenn der Druck unter 3 bar sinkt, ist es erforderlich, dass man eine Druckerhöhungspumpe oder auch eine mit Solar angetriebene Pumpe benötigt. Im Normalfall kommen solche Anlagen ohne Strom aus und sind somit energiesparend.

Geringe Betriebskosten

Die Bezugskosten für eine einmalige Investition der Anlage liegen bei mehreren hundert Euro. Dagegen belaufen sich die Betriebskosten der Anlage auf weniger als 100 Euro jährlich. Dabei ist es erforderlich, nach mehreren Jahren den Kohle- und Vorfilter sowie die Membrane zu wechseln. Dazu kommt noch, dass die Aufwendungen für Leitungswasser ebenfalls gering sind. Da man kein Mineralwasser mehr kauft, hat man auch die Bezugskosten in einem überschaubaren Zeitrahmen wieder eingespart. Ebenso entfällt das Schleppen von Wasserkästen.

Die Nachteile

Abwassermenge

Damit man einen Liter Osmosewasser herstellen kann, sind zwischen 2 bis 10 Liter Leitungswasser erforderlich. Das ist dann zum Teil einer der Gründe, weshalb manche dann von einer solchen Anlage nicht begeistert sind. Dabei hängt die genaue Mengenangabe von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören zum Beispiel die Temperatur des Wassers, der Wasserdruck und auch das Vorhandensein eines Vorratstanks. Damit eine solche Anlage vernünftig funktioniert, ist es erforderlich, hier für den vom Hersteller empfohlenen Druck zu sorgen. Wenn dieser Druck nicht erreicht wird, kann man dies mit Hilfe einer Druckerhöhungspumpe erzielen. Das hier anfallende Abwasser kann auch in einem separaten Gefäß (ohne Ähnliches) aufgefangen und für die Toilettenspülung oder für das Blumengießen verwendet werden. Auch für die Toilettenspülung oder das Blumengießen wird im Normalfall normales Trinkwasser aus der Wasserleitung verwendet.

Verkeimungsgefahr

Grundsätzlich besteht auch bei einer solchen Anlage die Gefahr der Verkeimung. Dabei ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass die Keime hier in das gefilterte Wasser kommen, sehr gering. Der Grund liegt darin, dass die Membrane-Poren auch für Sporen oder Keime zu klein sind. Jedoch ist es möglich, dass eventuell über die Verbindungstelle der Osmoseanlage hin zum Abwassersystem Keime rein kommen können. Deshalb ist eine gründliche sowie regelmäßige Pflege und Wartung erforderlich, um diese Gefahr zu minimieren. Wenn eine solche Anlage über einen längeren Zeitraum nicht benutzt wird, ist vor einer erneuten Inbetriebnahme der Wechsel der Membrane sinnvoll.

6nmn7 Autor

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